Bürgerwache erlebt goldenen Herbst in Südtirol
Besuch beim Meraner Traubenfest
Crailsheim-Meran. Auf Einladung der Kurverwaltung Meran fuhr die Bürgerwache Crailsheim von Freitag, 16.10. bis Sonntag, 18.10.2009 nach 2006 bereits zum 2. Mal nach Meran zum Traubenfest.
Pünktlich um 0:00 Uhr wurde am Do. auf dem Volksfestplatz mit insgesamt 89 Teilnehmern und 2 Bussen der Fa. Hofmayer abgefahren. Ohne Verkehrs-beeinträchtigung kam man schließlich im Sarntal bei Reinswald an. Da die Bergbahn Revision hatte, wurde die Reisegruppe mit 2 Shuttlebussen und dem Unimog der hiesigen Feuerwehr von der Tal- zur Bergstation gefahren. Auf der „Pfnatschalm“ (2.078 m) angekommen gab es für die gesamte Reisegruppe zur Stärkung ein deftiges Bergfrühstück, eine sog. „Brettljausen“. Gut gestärkt konnte man dann entweder auf einen der Gipfel wandern, selbständig wieder in´s Tal laufen oder einfach die herrliche Berglandschaft mit Sonnenschein des Sarntales genießen. Nach dieser Wanderpause fuhr man schließlich weiter nach Meran. Hier wurde Quartier in der dortigen Jugendherberge und im Hotel „Graf von Meran“ bezogen. Die Juhe konnte mit seiner sehr guten Ausstattung locker mit dem Hotel mithalten. Mit Aufzug, Einzel- und Zweibettzimmern fanden die Bürgerwachler hier wieder optimale Übernachtungsplätze. Mit einem gemeinsamen Abendessen im Brauereigasthof „Forsterbräu“ fand der erste Tag seinen offiziellen Abschluss.
Die Musiker hatten Ihre Instrumente dabei und spielten in der Gastwirtschaft noch zum Dank für die sehr gute Bewirtung. In der Nacht schneite es auf den umliegenden Gipfeln, sodass die geplante Dolomitenrundfahrt ausfallen musste. Nicht minder interessant war die Fahrt auf der Südtiroler Weinstrasse nach Kaltern am See. Hier wurde zunächst das Dorf und die Kellerei besucht. Anschließend machte man auch kurz Halt am eigentlichen See. Über Bozen fuhr man anschließend auf den Ritten zu den sog. „Erdpyramiden“. Die Rittner Erdpyramiden sind die höchsten und formschönsten in Europa. Das in trockenem Zustand steinharte Material wird zu einem lehmigen Brei, wenn es mit Wasser in Verbindung kommt und fließt so dementsprechend zu Tal. Wenn aber ein Stein im Material eingelagert ist, so hält dieser das darunter liegende Material trocken und hart und so wachsen die Erdsäulen bis zu einer Höhe von 30 m aus dem Boden. Das Material der Rittner Erdpyramiden ist ein späteiszeitlicher Moränenlehm, der sowohl von dem großen Eisacktaler Hauptgletscher als auch von lokalen Nebengletschern hier aufgeschüttet und zurückgelassen wurde. In trockenem Zustand ist dieser Rittner Moränenlehm steinhart, feucht wird er zu einem lehmigen Brei, welcher Hang abwärts zu rutschen und fließen beginnt. Dieser ständige, immerfort zehrende Abrutsch des Möränenlehms findet erst dann ein vorläufiges Ende, wenn dieser so genannte Boden aschtrocken und darum steinhart ist und ein schnelles Abrutschen verhindert. So entstehen jene Steilwände mit einer Höhe von 10 bis sogar 15 Metern, welche die Voraussetzung für die Bildung der Erdpyramiden sind. Nach einem kurzen Schneeschauer zogen die umliegenden Gipfel frei und man hatte einen herrlichen Blick zum Schlern mit seiner Saltnerspitze. Am Abend hatte man freie Verfügung und konnte entweder das Fest oder das Meraner Nachtleben erkunden. Am Sonntag trat die gesamte Bürgerwache um 9:30 Uhr vor der Jugendherberge in kompletter Uniform an. Hauptmann Rosenäcker gratulierte Trommler Ingo Preuninger zu seinem Geburtstag. Am Abfahrtstag hatte bereits Tatjana Haug (passives Mitglied) und ein Tag später Jakob Holl vom Musikzug ebenfalls Geburtstag. Über die Kurpromenade marschierte man auf das Festgelände am Kurhaus. Vor dem Stand der Meraner Schützenkompanie hielt die Bürgerwache ein kleines Standkonzert. Kommandant Renato Des Dorides überreichte Hauptmann Rosenäcker ein Buch vom hiesigen Schützenwesen. Auch Frau Dr. Sandy Kirchlechner von der Kurverwaltung begrüßte hier die Bürgerwache Als Hommage an Südtirol spielte der Fanfaren-, Spielmanns- und Musikzug die Südtiroler Nationalhymne mit dem „Bozner Bergsteigermarsch“. Die Schützen der Kompanie sangen hier kräftig mit. Anschließend spielte die Bürgerwache noch Standkonzerte vor der Brauereigaststätte „Forsterbräu“ und marschierte durch die gesamte Laubengasse.
Nachmittags folgte dann der Höhepunkt mit der Teilnahme am Traubenfestumzug. In Zehnerreihen verfolgten die Besucher den Vorbeimarsch der rund 40 Umzugsgruppen aus dem gesamten europäischen Raum, aber auch die einheimischen Bürgerkapellen und Schützen wirkten hier mit. Der Bozener Landessender RAI filmte am Kurhaus. Anschließend wurde mit schönen Erinnerungen und der Hoffnung auf ein Wiedersehen beim Traubenfest unmittelbar die Heimreise angetreten.